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PRAVO Ärztenetz informiert über Nierenersatzverfahren

21. Oktober 2011

Internisten und Nephrologen erläutern die unterschiedliche Praxis der modernen Methoden.

Der Einladung des Ärztenetzes Vorderpfalz folgten rund 40 interessierte und betroffene Gäste, die sich ausführlich über die modernsten Methoden der Nierenersatztherapie der Dialyse informieren konnten. Dr. med. Manfred Schmitt eröffnete den ersten Abend der zweiteiligen Veranstaltungsreihe, die bereits zum sechsten Mal in Speyer stattfand.

„Nierenersatzverfahren bedeuten eine enorme Umwälzung des Lebens", argumentierte Dr. Schmitt. „Deshalb möchten wir in dieser bundesweit etablierten Vortrags- und Diskussionsreihe dem großen Informationsbedarf gerecht werden." In Deutschland brauchen etwa hundertausend Menschen eine chronische Ersatztherapie. Davon nutzen etwa 75.000 Patienten die klassische Hämodialyse, vier Prozent die Bauchfell- bzw. Peritonialdialyse. In Speyer werden sogar zehn Prozent der Patienten mit diesem Verfahren zu Hause versorgt.

Da im Notfall sehr schnell gehandelt werden muss, bieten die ze:ro-Dialysezentren in der Metropolgregion Rhein-Neckar deshalb einen 24-Stunden-Notdienst an, der an die Krankenhäuser vor Ort angeschlossen ist. In Speyer am Diakonissen Stiftungskrankenhaus stehen 24 Plätze im Dialysezentrum und der Gemeinschaftspraxis für Nierenerkrankungen und Bluthochdruck zur Verfügung. Dort helfen alle modernen Methoden, die Lebensqualität der Betroffenen Patienten zu verbessern.

Vier bis fünf Stunden pro Tag und 3 mal in der Woche müssen Dialysepatienten das Zentrum aufsuchen. Dort wird die Hämodialyse dann von Fachpflegern und Experten betreut und überwacht. Ein angenehmes Ambiente und fürsorgliche medizinische Versorgung steht bei in den Zentren im Mittelpunkt. Patienten tauschen sich dabei gerne über ihre Erfahrungen und Probleme aus.

Dies zeigte auch die Vortragsreihe am Dienstag- und Donnerstagabend. Für jedes Verfahren hatten sich sogar Patientinnen bereit erklärt, Auskunft zu Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Von der Bauchfelldialyse über die Hämodialyse bis hin zur Nierentransplantation konnten die Gäste wertvolle Hinweise erhalten und dabei auch Ängste ansprechen. Neben den spezialisierten Ärzten Dr. Manfred Schmitt und Christian Diekmann erklärten Pfleger und Krankenschwestern die praktische Handhabung der Verfahren. Auch Themen des Sozialrechts und der Ernährung stießen in diesem Zusammenhang auf großes Interesse.

Immer wieder wurden Fragen der Betroffenen beantwortet. „Kann ich denn dann jeden Morgen noch mein Bad nehmen? Darf ich Bananen essen? Wie verhalte ich mich auf Reisen und beim Sport?" Eines war immer wieder klar zu hören: Einschränkungen ja, aber man kann immer das Beste daraus machen. Mit der Krankheit leben lernen und die Lebensqualität schätzen und erhalten. Auch mit Dialyse.

(26.10.2011 / Falkenstein/Diekmann)