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Helfen Sie Ihren Nieren, gesund zu bleiben!

18. November 2013
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Dieser bewährte Ausspruch trifft auch auf die Funktion der Nieren zu. Schließlich ist es wichtig, dass die Nieren gut arbeiten, denn sie tragen die Verantwortung dafür, dass sich unser Körper nicht selbst vergiftet. Dies kann sehr schnell geschehen, wenn die Nierenfunktion gestört ist.

Diabetes und Bluthochdruck

„In Deutschland gibt es derzeit ungefähr 2 Millionen nierenkranke Menschen. Durch einen frühzeitigen Besuch beim Nephrologen kann die Prognose dieser Patienten – ein endgültiges dialysepflichtiges Nierenversagen zu entwickeln – deutlich verbessert werden“, betont Internist und Nephrologe (Nierenspezialist) Christian Diekman im Gespräch mit den „Domspitzen“. In Speyer und Umgebung ist dieses Ziel durch die intensive Zusammenarbeit im regionalen Ärztenetz „PRAVO“ nahezu erreicht.  Vielen Patienten ist nicht bewusst, dass die sogenannten Zivilisationskrankheiten Bluthochdruck und Diabetes mellitus Typ2 bei schlechter Einstellung eine Gefahr für die Nieren darstellen. Was der Patient aber selbst zur Vorbeugung machen kann, ist zunächst auf eine möglichst optimale Blutdruck- und Blutzuckereinstellung zu achten. Zusätzlich sollte die Kochsalzzufuhr reduziert, Übergewicht vermieden und auf regelmäßige Bewegung sowie ausreichende Ruhepausen im Leben geachtet werden. „Auch das Rauchen steht auf der Verbotsliste für Menschen mit angeschlagenen Nieren“, weist Christian Diekmann auf Gefahrenquellen für die Nierenfunktion hin. Eine häufig unterschätze Gefahr für die Nieren ist auch die längerfristige und regelmäßige Einnahme von nichtsteroidalen antihrheumatischen / antientzündlichen Schmerzmitteln wie zum Beispiel Diclofenac oder Ibuprofen. Wer seine noch gesunden Nieren schonen möchte, kann dies durch Einhaltung dieser allgemeinen Regeln tun. 

Gefahr rechtzeitig erkennen

Wie erkennt man nun, dass die Nieren in Gefahr sind? „Das ist nicht so ganz einfach“, gibt Dr. Manfred Schmitt, Internist / Nephrologe und Hypertensiologe zu denken. Denn die Nierenwerte im Blut (Kreatininwerte) verändern sich erst, wenn die Nieren bereits in etwa die Hälfte ihrer Filterleistung verloren haben. „Eine unklare Erhöhung des Nierenwertes, eine erhöhte Eiweißausscheidung oder Blut im Urin sind auf jeden Fall Alarmsignale“, ergänzt Christian Diekmann.  Hier ist eine Abklärung auch im Hinblick auf das allgemeine Risikoprofil notwendig, da man heute weiß, dass schlechte Nierenwerte und eine große Eiweißausscheidung direkt mit einem hohen Risiko auf alle Her-Kreislauf-Erkrankungen zusammenhängen. Der Nephrologe macht dann weitergehende Untersuchungen. Die genaue Filterleistung der Niere sowie die exakte Eiweißausscheidung im Urin werden mittels einer Sammelurinuntersuchung ermittelt. Die Urinuntersuchung zeigt auch, ob Blut im Urin ist. Diese Blutmenge kann mikroskopisch klein sein (Mikrohämaturie), so dass sie mit bloßem Auge nicht zu sehen ist. Dies kann auf eine entzündliche Erkrankung oder im schlimmsten Fall auf einen Tumor hinweisen. Zudem werden das Blutbild, die Blausalze (Elektrolyte) sowie der Säuere / Fasen-Haushalt und der Knochenstoffwechsel entsprechend untersucht. Außerdem muss das Vorliegen einer Autoimmunerkrankung oder einer Systemerkrankung als mögliche Ursache der Nierenerkrankung ausgeschlossen werden.

Informieren Sie sich!

Kommt es trotz aller möglichen Maßnahmen doch im Krankheitsverlauf zur Ausbildung einer Dialysepflichtigkeit, ist es für Betroffene und Angehörige besonders wichtig, gut über die eigenen Erkrankung informiert zu sein.  Je besser man über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten Bescheid weiß, desto leichter kann man entschieden, welche Art der Behandlung für einen selbst die Richtige ist. (Quelle: Magazin „Domspitzen – Das Stadtmagazin“ / November 2013, Speyer & Umgebung)  

Einladung zu unserer Prä-Dialyse-Informationsveranstaltung für Patienten und Angehörige.

Gut informiert entscheiden. Wir laden ein: Dr. med. Manfred Schmitt, Christian Diekmann, ze:ro ARZTPRAXEN Speyer Ort: PRAVO PräventionsCenter, Diakonissenstraße 29, 67346 Speyer Datum: 26.11.2013 und 28.11.2013 Uhrzeit: jeweils 18:00 - 20:00 Uhr Themen: am 26.11.2013 – Nierenerkrankungen, Hämodialyse und Sozialarbeit, am 28.11.2013 – Bauchfelldialyse, Ernährung und Transplantation Anmeldung erbeten: Telefon: +49 (0) 62 32 • 100 50